prüfung ortsfester anlagen

Die wiederkehrende Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen gehört zu den Pflichtaufgaben, um die kein Unternehmen herumkommt, das Mitarbeiter beschäftigt und elektrische Anlagen betreibt. Die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen ist aus Sicherheitsgründen gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll, insbesondere dann, wenn sie mit vorbeugender Instandhaltung verbunden wird. Wenn Fehler rechtzeitig erkannt werden und elektrische Anlagen regelmäßig gewartet werden, können Ausfallzeiten minimiert und langfristig auch Kosten gespart werden.

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Auf dieser Seite erläutern Ihnen die Industrieservice-Experten der Günter Pauli GmbH aus Dortmund, was Sie bei der Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen beachten müssen. Welche Fristen müssen Sie einhalten? Wer darf die Prüfung ortsfester Anlagen vornehmen? Welche Vorteile bietet eine vorbeugende Instandhaltung elektrischer Anlagen? Und was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen ortsfest und beweglich, stationär und nicht-stationär, Anlage und Betriebsmittel? Weitere Informationen zu ähnlichen Themen finden Sie auf unseren Seiten Prüfung elektrischer Anlagen und Prüfung elektrischer Betriebsmittel.

Gerne unterstützt die Günter Pauli GmbH auch Ihr Unternehmen bei der Wartung und Prüfung elektrischer Anlagen. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine individuelle Beratung und ein unverbindliches Angebot.

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Die Günter Pauli GmbH ist Ihr Spezialist für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen in NRW. Gerne erläutern wir Ihnen unser Industrieservice-Angebot unverbindlich am Telefon.
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Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen: Auf einen Blick

✅ Die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen ist in Deutschland gesetzlich geregelt und gilt für alle Unternehmen, die mindestens einen Mitarbeiter beschäftigen.
✅ Ortsfeste elektrische Anlagen müssen nach der Inbetriebnahme, nach Änderungen sowie in regelmäßigen Abständen durch eine Elektrofachkraft überprüft werden, das Ergebnis muss protokolliert werden.
✅ Für die meisten ortsfesten Anlagen gilt eine Prüffrist von 4 Jahren, allerdings gibt es Ausnahmen.
✅ Wer seine Anlagen regelmäßig prüft und instand hält, spart langfristig Kosten.
❌ Wenn Prüffristen nicht eingehalten werden, drohen Strafen. Außerdem ist der Versicherungsschutz gefährdet.

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Definition einer ortsfesten Anlage

Wer sich nicht selber intensiv mit elektrischen Anlagen beschäftigt, dem fällt häufig bereits die Unterscheidung zwischen ortsfesten, stationären oder nicht-stationären Anlagen schwer. Auch die Frage, was ein elektrisches Betriebsmittel ist und was eine elektrische Anlage, sorgt bei Laien schnell für Verunsicherung. Beginnen wir deshalb mit der Definition einer ortsfesten Anlage und der Abgrenzung zu ähnlich gelagerten Begriffen.

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Anlage oder Betriebsmittel?

Die maßgebliche Vorschrift für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen ist die Unfallverhütungsverordnung „DGUV Vorschrift 3 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (die Sie hier als PDF herunterladen können). Dort wird zunächst einmal unterschieden zwischen den Begriffen „Anlage“ und „Betriebsmittel“. Elektrische Betriebsmittel im Sinne der Verordnung sind vereinfacht gesagt alle Teile, durch die Strom oder auch Daten fließen. Dies kann zum Beispiel eine Bohrmaschine sein, aber auch eine einzelne Sicherung oder ein Verlängerungskabel. Immer dann, wenn mehrere Betriebsmittel zusammengeschlossen sind, spricht man von einer Anlage. Dies kann zum Beispiel eine Fräsmaschine sein, aber auch eine Elektroinstallation in einem Gebäude oder in einem Bauwagen.

Ortsfest oder ortsveränderlich, stationär oder nicht stationär – wo liegt der Unterschied?

Die Unfallverhütungsvorschrift spricht in der Regel von ortsfesten oder ortsveränderlichen Betriebsmitteln – je nachdem, ob ein Arbeitsmittel fest montiert oder beweglich ist. Bei elektrischen Anlagen unterscheidet die DGUV stationäre und nicht-stationäre Anlagen. Im Sprachgebrauch hat sich aber vielerorts die ortsfeste Anlage durchgesetzt – was auch nicht weiter problematisch ist, da ortsfest lediglich die deutsche Übersetzung des lateinischen Fremdworts stationär ist. Wir können daher auch weiter beruhigt von der Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen sprechen.

Der Unterschied zwischen einer ortsveränderlichen und ortfesten Anlage besteht darin, dass die ortsfeste Anlage fest mit ihrer Umgebung verbunden ist. Das ist zum Beispiel bereits dann der Fall, wenn eine Steckdose in einem Baustellenwagen fest installiert ist. Der Wagen selber ist ja durchaus mobil, die Steckdose gilt dennoch als stationär. Es kommt also weniger darauf an, ob die ortsfeste Anlage immer am selben Ort ihren Dienst tut, sondern vielmehr darauf, ob sie fest montiert ist. Dabei ist es unerheblich, ob der Montageort ein Gebäude, ein Container, ein Fahrzeug oder ein Baustellenwagen ist. Als Beispiele für die Klasse der nicht-stationären Anlagen nennt die Unfallverhütungsvorschrift Anlagen auf Baustellen oder Montagestellen. Auch fliegende Bauten (also zum Beispiel ein Karrussell oder eine Zelthalle) zählen zu den nicht-stationären Anlagen. Daher gelten für sie strengere Prüffristen. Auf die Prüffristen für ortsfeste Anlagen gehen wir weiter unten ein. Einen Vergleich der Fristen stationärer und nicht-stationärer Anlagen finden Sie hier auf unserer Themenseite zur Prüfung elektrischer Anlagen.

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Warum ist eine regelmäßige Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen wichtig?

Widmen wir uns nun der Frage, warum ortsfeste elektrische Anlagen überhaupt geprüft werden müssen. Der wichtigste Grund ist zweifelsohne die Sicherheit. Denn wo immer elektrische Energie in größeren Mengen im Spiel ist, da besteht grundsätzlich das Risiko, einen gefährlichen oder sogar tödlichen Stromschlag zu bekommen. Damit Unternehmen die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter nicht riskieren, ist die regelmäßige Prüfung jeder elektrischen Anlage zwingend vorgeschrieben.

Wo ist die Prüfung ortsfester Anlagen geregelt?

Gleich mehrere Gesetze und Vorschriften regeln die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen, darunter das Energiewirtschaftsgesetz EnWG, die schon erwähnte DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) und die Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV. Neben dem Gesetzgeber verlangen auch viele Feuerversicherungen, dass elektrische Anlagen regelmäßig geprüft und die Ergebnisse dokumentiert werden. Auf die Details sind wir bereits an anderer Stelle ausführlich eingegangen. Sie können unsere Anmerkungen zu den einzelnen Gesetzen und Verordnungen nachlesen auf der Seite Prüfung elektrischer Anlagen (der Link führt Sie direkt zum entsprechenden Unterkapitel).

Planbare Kosten und geringes Ausfallrisiko sprechen für vorbeugende Instandhaltung

Wer zusätzlich zur vorgeschriebenen Prüfung auch in die regelmäßige Wartung seiner Industrieanlagen investiert, kann langfristig sogar Kosten sparen. Vorbeugende Instandhaltung sorgt dafür, dass Ihre elektrische Anlage top in Schuss ist und permanent Höchstleistung bringt. Das Risiko von Störfällen bis hin zu kostspieligen Produktionsausfällen wird minimiert. Die Experten der Günter Pauli GmbH beraten Sie gerne zu den Themen Instandhaltungsmanagement und Smart Maintenance. Wir erläutern Ihnen, wie Ihr Unternehmen von einem Wartungsvertrag profitieren kann. Selbstverständlich kümmern wir uns in diesem Rahmen auch darum, dass bei unseren Kunden sämtliche Fristen für die wiederkehrende Prüfung der nicht-stationären und ortsfesten Anlagen eingehalten werden. Statt viel Zeit für die Ausschreibung und Vergabe der Prüfungen zu investieren, können sich Unternehmer und Betriebsleiter auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

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Generelle Regeln für die Prüfung von elektrischen Anlagen

Dass der Gesetzgeber zwischen ortsfesten und ortsveränderlichen Anlagen unterscheidet, haben wir eingangs bereits erläutert. Ein Großteil der Vorschriften gilt für ortsfeste und ortsveränderliche Anlagen gleichermaßen. Zum Beispiel, dass alle elektrischen Anlagen prinzipiell nur durch eine Elektrofachkraft geprüft werden dürfen. Auf der Übersichtsseite zum Thema Prüfung elektrischer Anlagen sind wir bereits ausführlich auf diese allgemeinen Regeln eingegangen. Dort finden Sie generelle Antworten auf die Fragen
Wer darf prüfen?
Welche Fristen gibt es?
Welche Konsequenzen drohen?
und
Wie wird geprüft?.

Im folgenden Kapitel gehen wir nun noch einmal ausführlich auf die Besonderheiten ein, die bei der Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen gelten.

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Diese Besonderheiten gelten speziell für ortsfeste Anlagen

Der größte Unterschied zwischen der Prüfung von stationären und nicht-stationären Anlagen sind die unterschiedlichen Fristen. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass fest montierte Anlagen generell weniger beansprucht sind als mobile Anlagen und ist bei den Prüffristen deshalb zunächst einmal großzügig. Für ortsfeste Anlagen gilt laut DGUV eine Prüffrist von vier Jahren – allerdings nur, wenn die Anlage nicht in die Gruppe 700 fällt (siehe nächster Abschnitt) und wenn sie normal beansprucht wird. Ist die Anlage an einem Ort montiert, der besonders heiß, kalt, feucht oder staubig ist, sind die Fristen zu verkürzen. Was hier angemessen ist, das muss im Einzelfall von einer Elektrofachkraft beurteilt werden. Für Fehlerstrom-, Differenzstrom und Fehlerspannungs-Schutzschalter in stationären Anlagen gilt eine Prüffrist von sechs Monaten.

Betriebsstätten, Räume und Anlagen der besonderen Art

In der DIN VDE 0100 Gruppe 700 sind die so genannten „Anlagen der besonderen Art“ aufgelistet, für die eine verkürzte Prüffrist gilt. Alle im Folgenden genannten Anlagen müssen einmal jährlich geprüft werden (Auswahl).

  • Räume mit einer Badewanne oder Dusche
  • Räume mit Schwimmbädern oder anderen Becken
  • Räume mit Saunaheizungen
  • Baustellen
  • Elektrische Anlagen in der Landwirtschaft oder im Gartenbau
  • Leitfähige Bereiche mit begrenzter Bewegungsfreiheit
  • Campingplätze und ähnliche Bereiche
  • Medizinisch genutzte Bereiche
  • Photovoltaik-Anlagen
  • Beleuchtungsanlagen im Freien
  • Kleinspannungsbeleuchtungsanlagen
  • Bauliche Anlagen für Menschenansammlungen
  • Elektrische Anlagen von Caravans und Motorcaravans
  • Unterrichtsräume mit Experimentierständen
  • Elektrische Anlagen in Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen
  • Bedienungsgänge und Wartungsgänge
  • Elektrische Betriebsstätten und abgeschlossene elektrische Betriebsstätten
  • Hausanschlüsse in öffentlichen Kabelnetzen
  • Feuchte und nasse Bereiche und Anlagen im Freien
  • Fußboden- und Decken-Flächenheizungen
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Ständige Überwachung kann Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen überflüssig machen

Eine Besonderheit, die ausschließlich für ortsfeste Anlagen gilt, ist die Sonderregel für ständige Überwachung. Wenn eine ortsfeste Anlage ständig von einer Elektrofachkraft überwacht wird, kann im Ausnahmefall auf die wiederkehrende Prüfung verzichtet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Anlage kontinuierlich von Elektrofachkräften instand gehalten wird. Zudem müssen permanent messtechnische Überprüfungen während des Betriebs stattfinden.

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Das Angebot der Günter Pauli GmbH

Die Günter Pauli GmbH ist Ihr Industrieservice-Experte in NRW. In Dortmund und weiten Teilen Nordrhein-Westfalens bieten wir Kunden die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen an. Und unser Angebot geht noch weit darüber hinaus. Wir betreuen Industrieanlagen über den gesamten Lebenszyklus von der Installation bis zur Modernisierung. Wir sind spezialisiert auf Automatisierungs- und Steuerungstechnik und bilden den gesamten SPS-Prozess vom Sensor bis zum Antrieb ab. Mit einem spezialisierten Team und mehr als 50 Jahren Erfahrung ist die Günter Pauli GmbH auch für Ihr Unternehmen ein verlässlicher Partner. Auf der Seite Industrieservice stellen wir Ihnen die ganze Bandbreite unseres Angebots vor. Natürlich beraten wir Sie auch gerne individuell. Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

Auf einen Blick: Unsere Leistungen auf einen Blick:

✅ Wiederkehrende Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen.
✅ Instandhaltung und Modernisierung von Maschinen und Anlagen.
✅ individuelle Lösungen unter anderem für Industrieanlagen und Steuerungsbau.
✅ Betreuung industrieller Anlagen über den gesamten Lebenszyklus.
✅ Automatisierungs- und Steuerungstechnik vom Sensor bis zum Antrieb.
✅ SPS, vorrangig Siemens S5 und S7.
✅ 50+ Jahre Erfahrung.
✅ Top Reaktionszeiten.
✅ Notdienst rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.

Tipp: Unser Wartungsvertag für ortsfeste Anlagen

Mit einem Wartungsvertrag für ortsfeste Anlagen sparen Sie Zeit und Nerven - denn wir kümmern uns zuverlässig darum, dass Ihre elektrischen Anlagen Höchstleistung bringen können und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Wir erklären Ihnen gerne, wie auch Ihr Unternehmen von unseren Dienstleistungen profitieren kann.

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